Regionale Töffliwallfahrt
Um die zwanzig Personen waren Ende August motorisiert auf zwei Rädern unterwegs in den Kanton Aargau und erlebten ein tolles Wochenende.
Der gemeinschaftliche Anlass wurde ausgeschrieben von der ökumenischen Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchgemeinde Uznach und Umgebung und den katholischen Seelsorgeeinheiten Eschenbach und Obersee. Jugendliche machten sich so begleitet von Erwachsenen und Begleitfahrzeugen mit Flickwerkzeug auf ihren motorisierten Zweirädern in zwei Gruppen auf den Weg. Die Töfflis ratterten vom Bahnhof Uznach los, nachdem alle Teilnehmenden die nötigen Instruktionen und auch einen Reisesegen empfangen hatten.
Besinnliche Halte
Der erste Zwischenhalt, auch für die Töffgruppe, die eine andere Route wählte, war der Greifensee. Am Ufer des Sees mit Blick auf die Fischerboote, fiel ein Vergleich zum Leben leicht. Jedes Leben kennt das Verlassen des sicheren Ufers. Es gehören dann stürmische Zeiten und Zeiten in ruhigem Fahrwasser ebenso dazu. Das Bild der Boote auf dem See kannten auch die Evangelisten und verflochten diese mit Glaubenserfahrungen. Im Vertrauen auf Gott ist den Menschen immer wieder eine rettende Hand entgegengestreckt. Zwei solche besinnliche Zwischenstopps mit einem Segensgebet unterbrachen die Tour. Am Mittag war Halt am Rand des Flughafens Kloten. Wiederum legte sich ein Vergleich zum Leben nahe. Im biblischen Buch Jesaja wird die Metapher des Fliegens verwendet, um die Kraft und das Vertrauen auf Gott zu beschreiben. Hoffnung bringt neue Stärke, um zu fliegen wie ein Adler. Mit Blick auf die grossen landenden Vögel der Luftfahrt wurden alle eingeladen auf einer Boardingcard die eigenen Kraft-Momente aufzunotieren. Nach dem stärkenden Mittagessen am Imbissstand ging die Fahrt weiter in den Kanton Aargau, wo ein Bauernhof in Rottenschwil das Ziel war.
Nachtlager im Stall
Dort wurde dank entstandener Beziehungen von früheren Töffliwallfahrten im Stall das Nachtlager bezogen. Würste vom Feuer mit Kartoffelsalat erfreuten den Gaumen und an der Reuss mit dem fliessenden Wasser bot sich nochmals ein Vergleich mit dem eigenen Leben, das bekanntlich ebenfalls dem Fluss der Zeit und den Veränderungen unterworfen ist. Bis in die Nacht konnte das Beisammensein genossen werden. Am Sonntag wurde vom ganzen Tross wieder die Heimreise über Kappel am Albis, Menzingen und den Hüttensee angetreten. Erleben durften die Teilnehmenden ein gemeinschaftlich bestärkendes Wochenende mit nur kleinen Reparaturen an den Töfflis, die alle sicher wieder nach Hause brachten.
Trotz der grossen Sommerhitze in der dritten Augustwoche machten sich 30 Seniorinnen und Senioren aus Schmerikon und Umgebung auf ins nahe Glarnerland. Es hiess, dort gäbe es etwas zu bestaunen. Und die Schmerkner staunten nicht schlecht, als sie das Flugfeld in Mollis betraten.
Die Glarner legten sich mächtig ins Zeug, damit das Eidgenössische 2025 zu einem mächtigen Schwingfest wird und den kräftigen Königen zu würdigen.
Der Fast-Privatführer der rüstigen Gruppe, der Schmerkner Jost Wenk, führte souverän durch das ESAF-Gelände und hatte fast an jeder Ecke beeindruckende Zahlen und Fakten über das riesige Festgelände parat. Gleich ob zum Muni Max, dem Holzstier, zum Sägemehl in der Arena, zum Gabentempel oder zum Essen und Getränkeverbrauch. Im Stall es Gabentempels nahm übrigens einer den Festplatz-Rummel extrem gelassen. Muni Zibu käute wieder und wieder durch, wer demnächst sein neuer König sei.
Der ausgedehnte Spaziergang weckte bei den Seniorinnen und Senioren das Interesse am Glarner-Zelt. Dort klang der Nachmittag mit lokalen Spezialitäten genussvoll aus.
Michael Steuer, 2025-08-21
Weitere Bilder zur Führung beim ESAF
Bei herrlich sonnigem Wetter machten sich Mitte Juni rund 60 Seniorinnen und Senioren aus Schmerikon auf, um die Kartause Ittingen zu besichtigen, zu der das Seniorenteam Schmerikon eingeladen hatte. Eine kurzweilige Fahrt über Pfäffikon ZH, Fehraltdorf und Ellikon führte in den sonnendurchfluteten Thurgau. Bei Warth, hoch am nördlichen Thurhang gelegen, präsentierte sich die Kartause Ittingen in bestem Licht.
Nicht minder erhellend waren die vier, die sich den Seniorinnen und Senioren annahmen, und sie durch die Kartause begleiteten und ihnen die wechselhafte Geschichte dieses Ortes anschaulich nahebrachten. Besonders positiv bleibt in Erinnerung, wie die Gästebetreuenden Rücksicht auf die eingeschränkte Mobilität einiger Besuchenden nahmen.
Die Stärkung mit Wissen und Erkenntnis weckte das Bedürfnis nach Stärkung für den Körper. Die Kornschütte war der rechte Ort dafür. Das feine Mittagessen, zubereitet aus den Erzeugnissen der Kartause, mundete sehr und kaum jemand liess sich den Nachschlag entgehen.
Nach dem Kaffee bot sich Gelegenheit dem gut gefüllten Bauche beim Verdauen zu helfen, luden doch die wunderschönen Klostergärten mit ihren Kräutern und Rosen zu spazieren und staunen ein. Gleichwohl zog es doch einige nach einer schnellen Runde zur Schenke in der Klostermühle, wo aus bekannten Kehlen das ein oder andere Lied erklang.
Am späteren Nachmittag lag der Eingang zum Klosterladen im Schatten und zog all jene an, die von den kulinarischen Genüssen der Kartause noch etwas als Erinnerung mit nach Hause nehmen wollten. Und so ging es mit der ein oder anderen gut gefüllten Tasche über den Ricken heimwärts nach Schmerikon, wo der im Abendlicht glänzende Obersee die Reisegesellschaft wieder zu Hause willkommen hiess.